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10.04.2026
09:00 Uhr
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Die Biotreppe verspricht mehr Biomethan und weniger fossiles Gas fürs Heizen. Der Praxisblick zeigt: Die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist gewaltig.

„Wie ein großer Kuhmagen“: Birgit Lüpschen wirft einen Blick durch ein Guckloch in den unterirdischen Fermenter. Darin gären unter Ausschluss von Sauerstoff Gülle, Kuhmist und pflanzliche Abfälle, durchmischt und erhitzt auf etwa 40 Grad. Bakterien machen sich über die unappetitliche Suppe her und verdauen sie zu Biogas.
Biogas rückt gerade stark in den Fokus. Denn das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) setzt darauf, dass ein wachsender Anteil von Biomethan – einem aufbereiteten Erdgas-Ersatz – fossiles Gas in den Heizungen verdrängt. Mit Gas heizen derzeit rund die Hälfte der Haushalte in Deutschland.
Doch kann die Biogasbranche liefern, was die Politik verspricht? Ein Besuch bei Landwirten und Entsorgern zeigt, was Biogasanlagen heute leisten – und warum Fachleute bezweifeln, dass der Heizkessel der richtige Ort für den knappen Rohstoff ist.